Freitag, 20 November 2020 16:25

Glücksspiel-Portale: noch nie so wichtig wie jetzt

Der Gesetzgeber hat nachgezogen und erlaubt, was schon lange praktiziert wird: Das Online-Glücksspiel vollständig von der grauen in die Zone zu hieven.

Alles ist nachzulesen im „Staatsvertrag zur Neuregulierung des Glücksspielwesens“, der am 01. Juli 2021 in Kraft tritt. Dieser Schritt ist konsequent, denn auf Dauer kann der Staat nicht verbieten, was viele Menschen schon heute regelmäßig in ihrer Freizeit tun.

Das bedeutet aber auch: In Zukunft buhlen noch mehr Online-Casinos um die Gunst der Spieler. Leider werden unter ihnen auch schwarze Schafe sein, die es nur auf das Geld abgesehen haben. Doch es gibt zum Glück auch Seiten, auf denen sich Spieler über ihre Erfahrungen austauschen können.

Portale kämpfen um die Gunst der User

Doch auch die Portale konkurrieren untereinander und müssen immer mehr bieten als die anderen, damit die User bei ihnen nach den relevanten Infos suchen. Google hier Freund und Feind zugleich. Wer auf die erste Seite landet, freut sich über mehr Besucher. Wer abstürzt, lernt, dass Google hart und erbarmungslos sein kann. Aber eben auch fair; denn wer den User in den Mittelpunkt stellt, steigt schnell wieder auf.

Portale müssen daher einen unbedingten Mehrwert bieten. Das können sie nur durch gnadenlose Ehrlichkeit erreichen. Das bedeutet: Alles muss für User verständlich und übersichtlich sein. Die Portale dürfen sich hier keine Ausrutscher erlauben. Denn die Pflanze der Seriosität braucht lange, um zu blühen; ist aber sehr schnell zertreten.

Daran erkennt man seriöse Portale

Was viele Portale nutzen, ist die Macht der Schwarmintelligenz Das bedeutet: Sie bewerten nicht selbst die Online-Casinos, sondern überlassen es den Usern. Das Prinzip dahinter ist das gleiche wie bei Wikipedia oder bei Hotel-Bewertungs-Portalen. User teilen ihre Erfahrungen und berichten: Wie sind die Spiele? Gibt es neue Spiele? Ist der Anmeldevorgang leicht oder schwer? Ist die Auszahlung der Gewinne unkompliziert oder legt das Casino Steine in den Weg?

Hier ist wichtig, dass die Redaktion sowohl die positiven als auch die negativen Berichte freischaltet. Wichtig ist nur: Die Begründung muss in sich logisch und schlüssig sein. Die Redaktion sollte Kommentare, die solcher Logik entbehren, nicht freischalten. Im Zweifel sollte sie nachfragen, was der User denn genau damit meinte. Beantwortet er diese Frage nicht zufriedenstellend, wird der Kommentar nicht veröffentlicht.

Außerdem sollte die Meinung ausführlich begründet werden; denn nur so können User die Erfahrung nachvollziehen. Zahlreiche Portale haben sich für eine Mindestanzahl von Wörtern entschieden. Damit sind Kommentare wie „Daumen hoch, alles super!“ oder „Unseriöses Casino. Bleibt davon fern“ ausgeschlossen.

Die Extrameile im Kampf um Leser

Doch im Kampf um die Aufmerksamkeit der User und im ewigen Wettbewerb um die beste Google-Position müssen Portale kreativ sein. So wie GambleJoe. Dieses Portal veröffentlicht jeden Tag mindestens einen Artikel zum Thema Online-Spiel. Dazu durchforsten die Mitarbeiter die Nachrichten oder berichten über ihre eigenen Erfahrungen.

Hier kann es immer wieder mal passieren, dass sich ein Rechtschreib-, Zeichensetzungs- oder Grammatikfehler einschleicht. Doch GambleJoe nutzt diese vermeintliche Schwäche, um die User-Bindung auszubauen. Dazu nutzt es einfach die Schwarmintelligenz. Die User sollen die Texte auf Fehler durchsuchen und sie melden. Anschließend überprüft GambleJoe sie. Handelt es sich tatsächlich um einen Fehler, erhält der Finder eine Belohnung von 50 Cent.

Natürlich sollen so auch die Fehler aus dem Text verschwinden. Allerdings verfolgt diese Suchaktion noch ein anderes Ziel: nämlich dass die User länger auf der Seite bleiben. Denn das mag Google: eine lange Verweildauer. Seiten mit einer langen Verweildauer werden bei Google besser positioniert. So verbindet GambleJoe das Nützliche (fehlerfreie Texte) mit dem Praktischen (längere Verweildauer). Denn wie gesagt: Im Kampf um die Aufmerksamkeit der User und um Google muss man neue Wege beschreiten. Und wenn diese beiden Wege verbunden werden, ist es umso besser.

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